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Der freie Markt bietet deinem Unternehmen schier grenzenlose Entfaltungsmöglichkeiten. Dafür siehst du dich aber auch mit Wettbewerbern konfrontiert, gegen die du dich behaupten musst. Wie deine Firma das am effektivsten anstellt, erfährst du über eine Konkurrenzanalyse. Dieser Artikel stellt gängige Wettbewerbsanalyse-Methoden vor und zeigt dir, mit welcher Herangehensweise sich eine Marktanalyse erstellen lässt.

Bessere Marktposition für dein Unternehmen

Konkurrenzuntersuchungen haben sich schon seit vielen Jahrhunderten bewährt. Früher studierten Feldherren die gegnerischen Heere eingehend, um sich bestmöglich auf Gefechte vorzubereiten. Heute beobachten Firmen die Aktivitäten der Wettbewerber. So erfahren Unternehmen, an welchen Stellschrauben sie drehen müssen, um die eigene Marktposition zu verbessern. Auch die Alleinstellungsmerkmale deines Unternehmens, die es zu kultivieren gilt, werden dadurch sichtbar.

Die Konkurrenzanalyse hilft dir in verschiedenen Phasen deines Unternehmens. Bei einer Firmengründung etwa siehst du dich mit diversen, bereits etablierten Konkurrenten konfrontiert. Deren Schwächen sowie Stärken gilt es zunächst auszuloten, bevor du anhand der daraus gewonnen Erkenntnisse eine komplette Marktanalyse erstellen und eigene Strategien entwickeln kannst.

Wettbewerbsanalyse-Methoden wie Marktbeobachtungen, Verbraucherpanels und Usability-Tests geben dir detaillierte Einblicke in die Abläufe und Marktstrategien deiner Wettbewerber. Die aus Marktanalysen gewonnenen Erkenntnisse bilden eine der wichtigsten Grundlagen für die Optimierung des Kundennutzens.

Wie du die Konkurrenzanalyse angehst

Bevor du die Wettbewerbsanalyse einleitest, musst du dir darüber bewusst werden, was dein Unternehmen mit der jeweiligen Methode erreichen möchte. Ein klares Ziel ist essenziell für eine effektive Wettbewerbsanalyse und hält die Kosten sowie den Zeitaufwand im Rahmen.

Eine Mindmap unterstützt dich dabei, die Konkurrenzanalyse vorzubereiten. Die zu verwendenden Wettbewerbsanalyse-Methoden, Fragen und die veranschlagte Zeit stellst du damit übersichtlich dar. Die eigentliche Analyse besteht aus vier zentralen Schritten, die du schriftlich dokumentieren solltest:

1) Direkte Konkurrenz erkennen: Wo du nach direkten Wettbewerbern deines Unternehmens suchen solltest, hängt von der Branche ab. Ein lokaler Supermarkt etwa schaut zunächst, welche anderen Lebensmittelhändler es vor Ort gibt. Anschließend erhöht sich der Abstand – je nach Einzugsgebiet – sukzessive auf Entfernungen zwischen 20 und 50 Kilometer. Du musst dich fragen, wie weit der Kunde bereit ist zu fahren, um die Leistungen deines Unternehmens in Anspruch zu nehmen. Wenn es um Kundentermine vor Ort geht, stellt sich die Frage umgekehrt: Welche Fahrstrecke möchte deine Firma bis zum Kunden maximal zurücklegen?

In standortunabhängigen Marktbereichen wie dem Online-Handel spielt das territoriale Umfeld dagegen kaum eine Rolle. Stattdessen suchst du im Internet nach Konkurrenten mit ähnlichen Leistungen. Online-Tools wie SEMrush helfen dir dabei. Zudem identifizierst du die Platzhirsche regionaler, nationaler oder internationaler Marktsegmente. Informationen über Wettbewerber erhältst du über Suchmaschinen, Firmen-Webseiten, Branchenbücher und Zeitungsartikel.

2) Indirekte Konkurrenz erkennen: Außer den offensichtlichen Wettbewerbern gibt es noch weitere Konkurrenz, die zwar nicht exakt in deinem Marktbereich aktiv ist, dir deine Kunden aber dennoch abspenstig machen kann. Eröffnest du etwa einen hippen Burgerladen in München, der sich von Mainstream-Anbietern wie McDonald’s abheben und eine urbane Studentenklientel ansprechen soll, erwartet dich starke Konkurrenz außerhalb des Fastfood-Sektors. Statt zu deinem Burgerladen können die Studenten auch in Szene-Clubs, Kneipen und Kinos gehen oder sich das Essen nach Hause liefern lassen.

3) Konkurrenten priorisieren: Da du aus Zeit- und Kostengründen nicht alle Wettbewerber analysieren kannst, solltest du eine Liste der wichtigsten Konkurrenten erstellen. Wer das ist, entscheidest du anhand von Merkmalen wie Organisationsstruktur, Sortiment, Service, Position am Markt, Produktstrategien und angebotenen Leistungen.

4) Stärken-Schwächen-Analyse durchführen: Im finalen Schritt geht es daran, die Vorzüge sowie Nachteile deiner wichtigsten Konkurrenten zu analysieren und deine eigene Marktstrategie daran zu orientieren. Auch die Stärken und Schwächen deiner Firma musst du dazu präzise aufarbeiten sowie ehrlich benennen. Die SWOT-Analyse eignet sich etwa zu einer Positionierungsanalyse des eigenen Unternehmens gegenüber dem Wettbewerb.

Usability-Test als günstige Variante

Eine kostengünstige Wettbewerbsanalyse-Methode ist der Usability-Test. Nutzer nehmen entweder vor Ort oder von zuhause beziehungsweise dem Arbeitsplatz daran teil. Es geht darum, die eigene Website anhand verschiedener Kriterien mit der Internet-Präsenz eines Konkurrenten zu vergleichen. Zu den für die Benutzerfreundlichkeit entscheidenden Kategorien zählen:

  • Erster Eindruck
  • Aufbau und Gestaltung der Landingpage
  • Seitennavigation
  • Bildsprache der Website
  • Produktsuche
  • Kontaktoptionen

Der große Vorteil eines Usability-Tests ist das praxisnahe Feedback deiner Zielgruppe. Das Ergebnis veranschaulicht dir umgehend, wie nutzerfreundlich deine Website im Vergleich zu Wettbewerbern ist.

Mehr Erfolg durch die richtige Marktstrategie

Der Erfolg deines Unternehmens hängt maßgeblich von der richtigen Marktstrategie ab. Um deine Firma perfekt auf den jeweiligen Markt auszurichten, ist eine Konkurrenzanalyse unerlässlich. Erkenne durch die Wettbewerbsanalyse-Methoden deine Alleinstellungsmerkmale, lerne von den Platzhirschen und vermeide die Fehler der Konkurrenz.

Bei uns kannst du die Kundenwirkung deines Unternehmens überprüfen. Details zu unserem Testverfahren findest du unter Marktforschung und User-Research.